Am 28.10.2206 fand in Klein Köris die dritte St.Johns Retriever Prüfung der LG Ost statt.
An dieser Jagdlichen Eliteprüfung des DRC nahmen erstmalig in Deutschland 2 Flatcoated Retriever teil und beide haben diese Prüfung erfolgreich bestanden.
Somit haben wir die beiden ersten Flatcoated Retriever in Deutschland die bisher überhaupt diese Prüfung gemeldet und bestanden haben und sind somit mächtig stolz auf unsere Hunde.
Ein kräftiges Waidmansheil!!!

Links: Sajas Hope for Sun Areca Prädikat SG mit 31 Punkten
Rechts: Balko von der Lupinenkuhle Prädikat SG mit 27 Punkten
Sprich die Eltern unseres A-Wurfs:
Nach der recht Staureichen Ankunft in Klein Köris und einem Lustigen Abend ging es am nächsten Morgen also zur Prüfung
Hier noch die Erklärung der einzelnen Aufgaben
Aufgabe 1
Aufgabe mit 4 Gespannen. Die beiden linken Teams stehen
ca.20 m auseinander, dann kommt eine große Lücke von ca. 30 m und die beiden
rechten stehen wieder ca. 20 m auseinander. Bei jedem arbeitenden Gespann
standen 2 Richter. Die Teams arbeiten parallel, erst jeweils T1 und T3 die Teams
2 und 4 mussten warten. Anschließend das gleiche für T 2 und 4 sowie T1 und T3
Standort: Im Wald, davor eine ca. 50 m breite Wiese,
dann ein dichter Schilfgürtel, dahinter Fliessgewässer (die Damme, an der Stelle
ca.25 m breit), auf der anderen Uferseite wieder Schilf, dann wieder eine Wiese
und dahinter ein beginnender Wald. Auf der anderen Uferseite stehen auf der
Wiese ein Werfer und ein Schütze.
Im Wald, unmittelbar vor dem Gespann rechts steht
ebenfalls ein Schütze.
Als erstes fällt ein Schuss von dem Schützen bei den
Teams. Dann fällt ein zweiter Schuss auf der anderen Seite des Flusses und es
wird eine Ente als Markierung auf die Wiese geworfen.
Durch das hohe Schilf war für den Hund der Fluss bei T3 und T4 nicht zu
sehen. Bei T1 und 2 war eine Teilweise Sichtbeschränkung durch das Schilf
gegeben.
Auf der diesseitigen Uferseite lag im Schilf eine Ente
als Blind, teilweise in einer geraden Linie zur Markierung somit genau in der
Laufrichtung zu der geworfenen Ente auf der anderen Uferseite.
Welches der beiden Stücke zu erst gearbeitet wurde, war
egal. Die meisten Hunde haben Wind von der Ente auf der hiesigen Uferseite
bekommen und mussten anschließend über das Wasser eingewiesen werden. Hier war
es äußerst schwierig den Hund zu Handeln, da man sobald der Hund im Schilf war
keinen Sichtkontakt mehr hatte. Bei den Stellungen von T 3 und 4 war der Hund
sogar ganz außer Sicht, ich habe Areca zumindest von T4 aus weder gesehen wo und
wann Sie ins Wasser ging, genauso wenig als Sie im bereich der Markierung
angekommen ist. Ich habe auf ein blindes Voran gehofft, was dann ja auch
geklappt hat. Aber es hat schon eine Zeit gedauert bis sich im ersten
Schilfgürtel nichts mehr tat. Somit habe ich gehofft das Sie es packt.
Aufgabe 2
Stöbern und Buschieren unter der Flinte im Wald.
2 Gespanne arbeiten gleichzeitig.
Jeder hat ein Waldstück in ca. 25 m Breite und 80 m
Tiefe, Seite an Seite.
Die Hunde sollen möglichst systematisch das
Gelände absuchen und sich nicht vom Führer zu weit entfernen. Auch sollte der
Hund in dem 25 m breiten Gebiet gehalten werden und möglichst nicht in das
Nachbarsuchengebiet kommen. Es lagen je Suche 4 Kaninchen im Wald, die auch alle
gearbeitet werden sollten. Während der Suche wurden einige Verleitschüsse aus
verschiedenen Positionen abgegeben, der Hund sollte zwar Aufsehen, aber
unmittelbar nach dem Schuss die Suche intensiv fortsetzen.
Aufgabe 3
Fieldtrial Walkup
4 Gespanne waren in der Line, gearbeitet wurde mit Enten
und Kaninchen.
vor der Line in ca. 50 - 80m Entfernung standen Schützen
und Werfer und hinter der Line, auch ca. 50-60 m entfernt standen die Schützen
und Werfer.
Links von der Line war die Damme mit teils dichtem
Schilfgürtel, rechts eine kleine etwas höher gelegene Wiese. Die Wiese war in
gleichmäßige Felder durch eine Baumreihe eingeteilt und wurde von lichten
Büschen abgegrenzt.
Je zwei Hunde wurden 2 Richter zugeteilt. Immer der
jeweils rechte Hund arbeitete zu erst und wenn ein Hund 2 Apporte gearbeitet
hatte, wurde er im fliegenden Wechsel gegen eine neues Team ausgewechselt. Jeder
Hund sollte möglichst ein Blind und ein Mark arbeiten.
Durch die Büsche, die die Wiese abgrenzten, waren auch
teilweise weder Schützen noch die arbeitenden Hund für den Hundeführer sichtig.
Aufgabe 4
Doppelmarkierung (Enten) und ein Blind (Kanin) im
lichten Waldrand.
Es waren immer 3 Gespanne bei den Richtern, es arbeitete
aber immer nur ein Hund, die anderen Teams sollten hinter dem Arbeitenden Hund
warten.
Geradeaus fiel ein Schuss. Der nicht sichtbare Werfer
warf eine Ente links neben eine große Kiefer in den Waldsaum. Ein zweiter
Schuss, die 2. Ente fiel rechts von dem Baum. Die Fallstellen waren nur sehr
eingeschränkt wenn überhaupt für den Hund sichtbar ca. 70 m Entfernung etwa 30 m
auseinander.
Noch während die 2. Ente fiel, kam ein Schuss 90 ° von
rechts aus dem ca. 50 m entfernten Wald. Das Gebiet war voll mit kleinen
und größeren Büschen und Bäumen und hatte viele Hügel, sodass der Hund nicht
immer zu sehen war.
Als erstes sollte der Hund im Wald in ein kleines
Suchengebiet eingewiesen werden und das Blind arbeiten, was ca. in 25 bis
30 m tiefe im Wald lag. Sobald der Hund im Wald war, war er auch außer Sicht und
musste selbständig arbeiten. Dann sollte die rechte und zum Schluss die linke
also erste Markierung gearbeitet werden.